Was heißt eigentlich Storytelling?

Das Storytelling (deutsch: Geschichten erzählen) ist eine Methode, bei der durch den Einsatz von Geschichten Informationen vermittelt werden. Es wird vor allem im Wissensmanagement, Journalismus, Psychotherapie, Marketing, PR und Werbung verwendet. Menschen interessieren Gefühle, Geschichten und andere Menschen. Geschichten sind der Weg, der direkt in die Köpfe führt und daher ist das Storytelling eins der erfolgreichsten Marketinginstrumente der heutigen Zeit.

Heutzutage wird es hauptsächlich in der digitalen Welt angewandt. Doch schon seit Jahrtausenden wird das Storytelling zur Weitergabe von komplexem Wissen benutzt. Die Geschichten können auf wahren Tatsachen basieren, aber genauso fiktiv sein, oder sowohl wahre Tatsachen als auch fiktive enthalten. So kann man sicherlich auch die Grimm‘schen Märchen verstehen. Meistens werden uns in der Kindheit schon Legenden erzählt, an die wir uns erinnern. Das fördert das Gedächtnis und auch das Lernen. Es funktioniert ganz einfach mit Assoziationen.

Wie kann eine solche Story aussehen? 

Eine Story besteht aus drei Teilen. Ein Anfang, eine Mitte und ein Ende. Im übertragenden Sinne: eine Figur und eine Zwangslage ergeben die angestrebte Befreiung.

Wir brauchen also einen Helden mit dem sich das Publikum identifizieren kann. Dieser Held hat in der Regel ein Konflikt. Er kann wegen verschiedenen Hindernissen sein Ziel nicht erreichen. Und am Ende, durch die Lösung der Probleme wird das Ziel erreicht. Wir treten in einer Geschichte an die Stelle der Helden und fühlen uns so emotional berührt. Es ist wissenschaftlich bewiesen das diese Storys besser im Gedächtnis bleiben.

Große Storys brauchen nicht immer große Namen

Wenn man Storytelling im Internet sucht, stößt man schnell auf zwei großartige Storyteller. Barack Obama und Steve Jobs. Diese beiden können es bestätigen: Auch wenn es Zeit kostet, etwa die Hälfte der Zeit einer Präsentation sollte auf die Arbeit an der Story entfallen. Storytelling braucht Zeit. Jeder wird feststellen, dass es zeitlos ist und auf der ganze Welt gleich gut funktioniert. Die Inhalte der Geschichten mögen sich ändern, aber die wenigen Grundformen bleiben die Gleichen.

Steve Jobs hat es bewiesen. Ein Storytelling kann jedes erdenkliche Ziel haben. Auch ein neues, innovatives Produkt einführen.

Bei der Einführung des iPhones hatte die Präsentation drei wichtige Punkte: Die bisherigen Smartphones haben uns nicht gefallen, alle sind schwer bedienbar (Ausgangssituation). Wir haben die Herausforderung angenommen, ein Smartphone zu bauen, das ganz einfach und reduziert ist und trotzdem viel mehr kann. War nicht ganz einfach (Komplikation). Wir haben es trotzdem geschafft, hier ist es (Auflösung).

Worauf kommt es also an?

Das brauchen Sie:

  • Grund der Geschichte
  • Richtige Zielgruppenansprache
  • Seien Sie authentisch
  • Seien Sie emotional
  • Suchen Sie einen Helden
  • Haben Sie einen Verlauf in der Geschichte

Und am Ende ein gelungenes Ende

Was am Ende eines Storytellings nicht fehlen darf, ist die Einhaltung des Versprechens. Für Zuschauer ist es wichtig, dass am Ende der Geschichte eine Auflösung erfolgt. So wird auch Ihr Storytelling direkt in die Köpfe führen und eines Ihrer erfolgreichsten Marketinginstrumente werden.